Troja.

Die Band "Troja" wurde vom Pianisten Peter Zihlmann 2003 ins Leben gerufen. Von allem Anfang an war es dem Trio wichtig, einen eigenen Bandsound zu entwickeln und möglichst viele Facetten der drei traditionellen Instrumente Piano, Bass und Schlagzeug zum klingen zu bringen. Die Song, ausschliesslich Eigenkompositionen des Bandleaders zeugen daher auch von enormer Vielfalt. Da wechseln sich funkige high-energy Passagen und fast kammermusikalische, folkige Sequenzen ab, mal ist die Musik luftig schwebend, dann wieder dicht und erdig. Durch ihren breiten musikalischen Background verstehen es die drei Musiker gekonnt, das Ganze zu einem homogenen Gesamtbild zu verschmelzen.
Auch das neue Album "Island sceneries" spielt bewusst mit Stimmungen, die einen Song jeweils definieren. So klingt beim Song "Nessie" die Atmosphäre der wilden, regnerischen Landschaft Schottlands an oder wird in "Hymn" der Fokus auf das Feierliche, Introvertierte gelegt. Im Solostück "Aran shoreline" schliesslich werden die Wellenbewegungen geschickt auf das Spiel der linken Hand übertragen. Aber eigentlich ist es müssig, die Musik ganz in Worte fassen zu wollen. Vielmehr soll sie den Zuhörer auf eine Reise mitnehmen, auf der er sich ein eigenes Bild davon machen kann. Was ihn aber auf jeden Fall erwartet ist spannende, frische und zeitgemässe Triomusik auf hohem Niveau.

Pressestimmen

Schweizer Jazz in Leusden (NL)
Leusden – Ein gut besetztes Kulturzentrum "Het Hoekhuis" wartete mit Spannung auf den ersten Auftritt des Klaviertrios Troja. Eine äusserst musikalische Gruppe aus der Schweiz. Allesamt studierte Musiker, überraschten sie mit hervorragendem und bis zur Verwunderung weckendem Zusammenspiel. Ihre eigenen Jazzklänge faszinierten, ja berührten das Publikum, sodass sich nach jedem Stück auch auch Gejauchz in den Applaus mischte. Der Pianist des Trios zeichnete sich verantwortlich für alle Arrangements, besser gesagt für die Kompositionen. Der sogar noch ansprechend Niederländisch sprechende Pianist liess hören, über welch gewaltig originelle Qualitäten er verfügt im Bereich der Melodiegestaltung, aber auch durch sein wunderbares Pianospiel während den zahlreichen Improvisation. So nahm Troja im Stück "Nessie" das Publikum unter anderem mit ins Schottische Hochland. Die kompositorischen Fähigkeiten des Komponisten/Pianisten Peter Zihlmann blieben am Festival von Montreux nicht unbemerkt, er holte da den Preis für beste Komposition.
Ein anderer wichtiger Spieler dieses Trios war der Bassist Patrick Sommer. Oftmals spielt ein Bassist Begleitnoten in einem Jazzensemble. Aber an diesem Nachmittag solierte er mit Leichtigkeit eine raffinierte Melodie über das Stück "Hymn", die in einen jazzigen weiteren Verlauf des Songs mündete. Dass der Schlagzeuger des Trios Troja, Tobias Friedli, über ein grosses Arsenal von Perkussionsklängen verfügt, bekam das Publikum in "Ätna", dem Sizilianischen Vulkan, zu hören. Nach einer ersten Eruption ging das ganze Trio in eine freie Improvisation über und von Minute zu Minute stieg das Staunen über soviel musikalischen Erfindergeist und Kunsthandwerk. Die Organisation der Leusdener Jazzkonzerte mit der Einladung dieses Trojanischen Pferdes ein goldenes Händchen bewiesen.
Leusdener Krant, Holland März 2010

Dark melancholy in the air with the beautiful melodies. Oh, This is the wonder of European piano trio. Not only that it's beautiful, the darkness and the natural flow of the sound, that's what makes this trio different from average others. The piece with swingy beat, beautiful melodic lines which appear gently out of darkness in the ballads, there is an anticipation that we could be listening in to this outstanding work in quite a depth!!
Review Japan 2009

Il trentenne pianista svizzero Peter Zihlmann è da alcuni anni il leader di questo trio, giunto alla documentazione su disco dopo aver in passato ricevuto premi in occasione di diversi festival.
Trio moderno in equilibrio tra lirismo e percussività, Troja si avvale delle ottime composizioni di Zihlmann, caratterizzate da dinamismo ("Nessie", "Abmarsch") e bei temi ("Hymn", "Nachtwach"). Il trio poggia la sua identità sulla sinergia tra il leader e il batterista Tobias Friedli, pronto a sovrapporsi al pianoforte leader nelle situazioni musicali più intense e ad accompagnarlo con decisione in quelle dinamiche. In tal modo Zihlmann è libero di spaziare sulla tastiera e inventare, svolgendo di fatto un ruolo di non solitario protagonista. Ottimo anche il ruolo del contrabbassista Patrick Sommer, molto efficace in gruppo e un po’ più defilato nei soli (ma si ascolti il suo ottimo breve passaggio in "Nachwacht").
Pur nell’omogeneità della proposta, il lavoro spazia su territori variegati, unendo alla cifra tipicamente europea e prossima a certe produzioni della ECM o della ACT, anche momenti più neoclassici come "Celtic Shoreline" (Zihlmann ha studiato anche con il nostro Pieranunzi) o più bluesy come la conclusiva “Home”. Ne scaturisce un buon lavoro, al di sopra della media delle produzioni di analoghe formazioni. Certo non un capolavoro, ma neppure privo di interesse e sicuramente godibile. Da ascoltare con attenzione.
All about Jazz, Italia, Oktober 2008

Der Begriff "Troja" hat ja gegenwärtig wieder mal Hochkonjunktur, sei es durch den gleichnamigen Film, die Ausstellung des Basler Antikenmuseums über Homer und den Mythos Troja, oder aufgrund der unlängst durch eine These von Raoul Schrott angeregten Debatte über die genaue Lokalisierung der historischen Stadt. Das Pianotrio Troja wurde vom 30-jährigen, in Sursee aufgewachsenen Pianisten Peter Zihlmann allerdings bereits 2003 gegründet, also noch vor dem gegenwärtigen Hype. Möglicherweise wurde jedoch bei der Wahl des Bandnamens an Trojaner, der unerwünschten virenbehafteten Programme gedacht, welche sich in unsere Computer einschleichen. Oder aber der Bandname lehnt sich an die klassische griechische Mythologie an und nimmt Bezug auf die Geschichte mit dem Trojanischen Pferd. So gesehen würde der Bandname dahingehend verstanden werden müssen, dass sich hinter der Fassade eines hölzernen Pferdes oder eben eines weiteren Pianotrios ein verborgener, heimlicher Schatz befindet. In diesem Fall nicht versteckte Krieger, sondern eine Formation aus drei jungen Musikern, die ein echtes musikalisches Bijou sind.
Das Ende letzten Jahres veröffentlichte Debutalbum "Island sceneries" (Brambus Records) von Troja ist ein Wurf von beinahe beängstigendem Ausmass. Wenn sich eine Formation mit ihrer Musik bereits auf ihrem Erstling derart ausgereift, eigen und überlegt präsentiert, dann wagt man kaum daran zu denken, wie eine zweite Scheibe klingen könnte. Dabei haben die drei jungen Musiker nichts Revolutionäres gemacht. Vielmehr haben sie ihr an sich einfaches, aber in seiner Klarheit bestechendes Konzept konsequent umgesetzt: Wichtig sei ein eigenständiger Bandsound, der die traditionellen Instrumente Klavier, Kontrabass und Schlagzeug möglichst in all ihren Facetten zeigt, erklärt der Pianist Peter Zihlmann. Er, der für sämtliche Kompositionen verantwortlich zeichnet, geht jeweils von Stimmungen aus, die einen Song definieren. Die daraus resultierende Musik kann mal luftig-schwebend sein, dann abber auch wieder erdig-dicht. Funkige hochenergetische, aber auch freiere, geradezu archaische Passagen lösen grazile Balladen ab. In "Hamn" beispielsweise, liegt der Fokus auf dem feierlichen, introvertierten Moment, welches durch das zurückhaltende Besenspiel des Schlagzeugers Tobias Friedli und die warmen Ostinato-Töne des Kontrabassisten Patrick Sommer ideal umgesetzt wird.
Unter Federführung von Zihlmann hat Troja eine eigene Sprache gefunden. Viele Songs sind von einer leichten Melancholie geprägt und basieren harmonisch gesehen klar auf der europäischen Musiktradition. Zihlmann hat sich nach dem Studium an der Musikhochschule Luzern (unter anderen bei Chris Wiesendanger und Hans Feigenwinter) dann auch intensiv mit der klassischen Musik auseinandergesetzt und nahm in einem zweiten Schritt in Amsterdam das Studium des klassischen Klaviers in Angriff. Gerade die strukturelle Klarheit, welche für Zihlmanns Kompositionen typisch ist, hat viel mit der Musik eine Johann Sebastian Bach gemeinsam. Mit Friedli und Sommer stehen Zihlmann zwei gleichberechtigte, langjährige Partner zur Seite, die seine stilistisch grenzüberschreitende Offenheit teilen.
Oltener Tagblatt, April 2008

Peter Zihlmann, Klavier, Patrick Sommer, Bass, und Tobias Friedli, Schlagzeug, spielen herkömmlichen Piano Trio Jazz. Aber was heisst schon herkömmlich, sicher nicht zwingend langweilig. Wichtig dafür ist, dass sie es schaffen in dieser Besetzung eigene Noten, Sounds und Grooves zu finden, die es möglich machen, sie von anderen Trios dieser Stilrichtung zu unterscheiden. Das gelingt desto besser, je aussagekräftiger die Kompositionen des Pianisten (von denen übrigens alle von Peter Zihlmann stammen) sind. Aber richtig schwierig ist in Wirklichkeit, sich nicht durch übertriebenes Anders sein wollen aus dem Herzen des Publikums zu spielen. Diese Schwierigkeit meistern Zihlmann, Sommer und Friedli mit ihrer Art des Piano Trios, das neben den Trios von u.a. Mehldau, Gustavson oder Esbjörn Svensson durchaus Bestand hat. Also: Hinsetzen, hinhören – und geniessen.
Jazztime , Österreich, März 2008

Ein musikalischer Trojaner? Ja! Troja heissen die drei jungen Musiker, die sich zu einem Pianotrio zusammengeschlossen haben. Einmal mehr Vertreter dieses so populären Formats im Jazz, mag man im ersten Moment denken. Aber was für ein Trio: was der erst 30-jährige, in Sursee aufgewachsene Pianist Peter Zihlmann zusammen mit seinen Partnern als Debutalbum vorlegt, ist erste Sahne. Selten kommt ein Erstling so ausgereift daher: die drei haben eine ganz eigene musikalische Sprache gefunden. Eher dominierend sind die leisen Töne, die feinen Töne und die gross angelegten Spannungsbögen. Friedlis dezentes Besenspiel und Sommers warmer, breiter Basssound tragen beispielsweise in "Nachtwach" die mannigfaltigen pianistischen Exkursionen Zihlmanns. Dessen offener Geist überschreitet stilistische Grenzen, ohne mit der Wimper zu zucken – er kann auch mal freier, fast schon archaisch ("Ätna") oder auch schon fast wieder hardbopig ("Nessie"). Unüberhörbar bleiben die klassischen Einflüsse und das feine Gespür für grossartige Kompositionen wie etwa "Hymn" – meist mit einer gewissen Melancholie im Unterton. Dieses Trio ist eine echte Entdeckung – ein willkommener Trojaner.
Jazz'n'more, Februar 2008

Troja: das sind Peter Zihlmann am Klavier, Patrick Sommer am Kontrabass und Tobias Friedli am Schlagzeug. Da muss die Frage erlaubt sein, ob es im Jazz nicht schon mehr als genug Piano-Trios gibt? Diese Frage mag sich auch Peter Zihlmann gestellt haben. Seine Antwort: ein abwechslungsreiches Repertoire, das ausschliesslich aus Eigenkompositionen besteht, in denen nicht nur Jazz drin ist, sondern auch Folk, Pop und Funk. Wie Brad Mehldau oder Enrico Pieranunzi, so verfügt auch Zihlmann über ein feines Sensorium für sehnsuchtsvolle Stimmungen und eingängige, aber nie banale Melodien.
Basler Zeitung, Februar 2008